Westfalen Königreich
Westfalen als historische Region erlebte eine komplexe Münzgeschichte, die durch verschiedene Herrschaftsperioden geprägt wurde. Im Mittelalter war Westfalen ein Zentrum der Münzprägung mit Stätten in Bielefeld, Münster, Soest und anderen. Die Münzprägung wurde oft durch mittelalterliche Privilegien gerechtfertigt. Nach 1566 versuchte der Niederländisch-Westfälische Reichskreis die Münzprägung zu regulieren, was jedoch aufgrund der Eigeninteressen der Fürsten nur teilweise erfolgreich war.
In der Neuzeit waren Kupfermünzen eine Besonderheit, da ihr Nennwert nicht durch den Materialwert gedeckt war. Diese Münzen wurden vor allem zur Deckung des Kleingeldbedarfs hergestellt. Zu den bekanntesten Münzen gehörten der Groschen und verschiedene Kupferstücke.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Groschen zu 1/24 Taler
- Kupferpfennige und größere Werte
- Edelmetallmünzen wie der Reichstaler
- Motivisch oft mit Wappen und Herrscherporträts versehen