Römische
Die römische Münzprägung begann im 3. Jahrhundert v. Chr. und war stark von griechischen Münzen beeinflusst. Zu Beginn wurden Münzen aus Kupfer oder Bronze verwendet, wobei die schweren Kupferstücke, das sogenannte Aes grave, gegossen wurden. Erst um 269 v. Chr. kamen die ersten silbernen Münzen hinzu. Die Motive auf den frühen römischen Münzen umfassten Götterbilder und Schiffsbugdarstellungen, die an die Eroberung der Flotte von Antium erinnerten.
Unter Kaiser Augustus (27 v. Chr. - 14 n. Chr.) wurde das Münzwesen reorganisiert. Der Aureus (Gold), der Denarius (Silber), der Sestertius (Messing), der Dupondius (Bronze), der As (Kupfer) und der Quadrans (Kupfer) bildeten das Kernstück der römischen Währung. Diese Münzen wurden nicht nur als Zahlungsmittel verwendet, sondern auch als Propagandainstrumente.
Spätere Herrscher wie Caracalla (211-217 n. Chr.) führten den Antoninianus ein, eine Silbermünze mit geringem Silbergehalt. Während der Regierungszeit von Diokletian (284-305 n. Chr.) wurde eine umfassende Münzreform durchgeführt, um die Stabilität der Währung wiederherzustellen.
Übersicht der römischen Münzen
- Nominalwerte: Aureus, Denarius, Sestertius, Dupondius, As, Quadrans
- Materialien: Gold, Silber, Kupfer, Bronze, Messing
- Motive: Götterbilder, Schiffsbugdarstellungen, Porträts von Kaisern, mythologische Szenen