Nürnberg
Nürnberg war eine bedeutende Münzstätte im Altdeutschen Münzwesen. Schon im Mittelalter, etwa um 1140, wurden hier königliche Münzen geprägt, die den Herrscher abbildeten. Die Münzprägung in Nürnberg war eng mit der Entwicklung des Frankenreichs verbunden. Nach dem Untergang des Römischen Reiches wurde das Münzwesen durch Könige wie Karl den Großen wiederbelebt, der eine einheitliche Währung im gesamten Reich einführte. Später, während der Kipper- und Wipperzeit (1612-1616), kam es zu wirtschaftlichen Turbulenzen, die auch das Münzwesen beeinflussten.
Einflussreiche Herrscher wie Kaiser Karl VII. und Joseph II. prägten die Münzgeschichte Nürnbergs. Während der Regierungszeit von Kaiser Joseph II. wurde der Konventionstaler eingeführt, der bis ins 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielte.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Denar: eine der ersten Silbermünzen, geprägt unter Karl dem Großen.
- Konventionstaler: eine Silbermünze, die in vielen deutschen Staaten galt.
- Reichsguldiner: eine Goldmünze, die während des 17. Jahrhunderts geprägt wurde.
- Materialien: Silber, Gold und Legierungen.
- Motive: Stadtansichten, Wappen, Herrscherporträts.