Münster-Domkapitel
Das Münster-Domkapitel spielte eine bedeutende Rolle in der Münzgeschichte Deutschlands, insbesondere in der Region Westfalen. Es prägte Münzen über mehrere Jahrhunderte, beginnend mit Bursarienzeichen von 1543 bis 1619 und dann reguläre Münzen von 1661 bis 1790. Diese Kupfermünzen zählen zu den ältesten ihrer Art in Deutschland.
Während der Sedisvakanz, der Zeitspanne zwischen dem Tod eines Bischofs und der Wahl eines neuen, übte das Domkapitel oft die Regierungsgewalt aus und nutzte dies, um Münzen zu prägen. Diese Praxis war typisch für viele Domkapitel im Heiligen Römischen Reich.
Historische Einflüsse wie der Dreißigjährige Krieg und der Kleingeldmangel führten zu einer erhöhten Nachfrage nach Münzen. Das Domkapitel reagierte darauf, indem es Kupfermünzen als günstige Alternative zu Silber- und Goldmünzen prägte.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Nominalwerte: 1 Pfennig, 2 Pfennig, 3 Pfennig, 3 Schillinge
- Materialien: Kupfer
- Motive: Heiliger Paulus, Heiliger Georg