Hamburg, Stadt
Die Münzgeschichte der Stadt Hamburg reicht bis ins Jahr 834 zurück, als erstmals Münzen geschlagen wurden. Diese frühe Münzprägung stand unter dem Einfluss des kaiserlichen Münzrechts, das dem Erzbischof von Hammaburg verliehen wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Hamburgische Münze zu einer bedeutenden Münzprägeanstalt im Deutschen Reich.
Im Jahr 1189 erhielt die Münze das Recht zur Prüfung der Gräflich Schauenburgischen Münzstätte. 1325 kaufte die Stadt das Münzregal von den Grafen von Holstein, was ihr die Autonomie gab, eigene Münzen zu prägen. Zu den herausragenden Münzen zählen die Brakteaten, die in der Hansezeit geprägt wurden.
Im 15. Jahrhundert begann Hamburg mit der Prägung von Gulden und später Dukaten. 1553 wurden erstmals Taler und Portugaleser geprägt. Die Münze wurde mehrmals zerstört und wiederaufgebaut, zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg, um 1948 wieder den Betrieb aufzunehmen.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Münztypen: Brakteaten, Gulden, Dukaten, Taler, Portugaleser
- Nominalwerte: 2 Mark, 5 Mark, 10 Mark, 20 Mark (Gold), 2 Euro, 2 Euro Gedenkmünzen (z.B. Hamburger Michel)
- Materialien: Kupfer, Gold, Silber
- Motive: Hamburger Wappen, Elbphilharmonie, St. Michaeliskirche