Großbritannien
Die Geschichte der britischen Münzen reicht bis ins Jahr 886 zurück, als unter König Alfred dem Großen eine Münzprägestätte in London gegründet wurde. Diese Londoner Münze war eine von vielen in England und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zur heutigen Royal Mint, die seit 1279 im Tower of London beheimatet war. Im 16. Jahrhundert erhielt die Royal Mint das Monopol auf Münzprägung und Sir Isaac Newton, der als Warden of the Mint und später als Master of the Mint diente, trug maßgeblich zur Einführung des Goldstandards bei.
Ein wichtiger Meilenstein war die Umstellung des Pfunds auf das Dezimalsystem im Jahr 1971. Die Royal Mint verlegte ihre Produktion schrittweise nach Llantrisant in Wales, wo sie heute eine der ältesten und renommiertesten Münzprägeanstalten der Welt ist. Sie prägt nicht nur britische Umlaufmünzen, sondern auch Kursmünzen für andere Länder sowie Sammler- und Gedenkmünzen.
Historisch bedeutsame Münzen umfassen den Sovereign, eine Goldmünze mit einem Nennwert von einem Pfund Sterling, und den Britannia, der oft als Anlagemünze dient. Herrscher wie Königin Elisabeth II. haben ihre Porträts auf vielen britischen Münzen.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Nominalwerte: 1p, 2p, 5p, 10p, 20p, 50p, £1, £2
- Materialien: Kupfer, Nickel-Messing, Silber, Gold
- Motive: Königliche Porträts, nationale Symbole, Gedenkmotive