Fürstentum
Das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel spielte eine bedeutende Rolle in der deutschen Münzgeschichte. Es entstand im 13. Jahrhundert und blieb bis ins 18. Jahrhundert eine wichtige Macht. Während der Kipper- und Wipperzeit war das Gebiet ein Zentrum für minderwertige Münzen. Später orientierte sich das Fürstentum an Münzverträgen wie dem Zinnaer Münzfuß und dem Konventionsfuß.
Herzöge wie Karl I. (1735-1780) und Karl Wilhelm Ferdinand (1780-1806) prägten Münzen, die oft den Welfenwappen trugen. Besondere Münzen waren der Konventionstaler und der Karsdors, eine Goldmünze ähnlich der spanischen Pistole.
Münzarten und Nominalwerte
- Silbermünzen: Taler, Halbtaler, ⅔-Taler, ⅓-Taler
- Goldmünzen: Dukaten, Karsdors
- Mariengeld: Mariengulden, Mariengroschen (1, 2, 4, 6, 12, 24)
- Motive: Welfenwappen, Reichsapfel, Monogramme der Herzöge