Frankreich
Frankreichs Münzgeschichte ist reich und vielfältig. Sie beginnt mit keltischen Münzen und erstreckt sich bis zur heutigen Zeit. Ein bedeutender Meilenstein war die Einführung des Franc im Jahr 1360, der als Goldmünze mit dem Bildnis von König Johannes II. geprägt wurde. Während der Revolution wurde der Franc 1795 neu eingeführt als dezimale Währung, die sich auf 100 Centimes unterteilte.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die berühmten Louis d'or-Münzen zu Ehren von Königen wie Louis XIII, Louis XIV, Louis XV und Louis XVI geprägt. Diese Münzen zeigten das Porträt des jeweiligen Herrschers und waren für ihre hohe Qualität bekannt. Louis XIV starb 1715 und hinterließ ein prächtiges Erbe in der Münzprägung.
Im 19. Jahrhundert kamen die Napoleon-Goldmünzen auf, die oft mit den 20-Franc-Goldmünzen verwechselt werden. Diese Münzen waren Teil der Lateinischen Münzunion und zirkulierten in vielen europäischen Ländern. Die Monnaie de Paris ist bis heute für die Prägung französischer Münzen verantwortlich.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Franc: 5, 10, 20 Francs (meist Silber oder Gold)
- Louis d'or: Halb-, Einzel- und Doppel-Louis d'or (Gold)
- Motiv: Porträts von Herrschern, Marianne, Genius des Goldengels