Brandenburg-Ansbach
Brandenburg-Ansbach war ein historisches Territorium in Franken, das von der jüngeren Linie der Hohenzollern regiert wurde. Diese Region war bekannt für ihre vielfältigen Münzprägungen, die von der frühen Neuzeit bis ins 18. Jahrhundert reichten. Die Münzgeschichte begann mit der Prägung von Gulden und anderen Silbermünzen unter Markgrafen wie Friedrich V. von Brandenburg, der 1486 das Markgraftum Ansbach erbte und später auch Bayreuth hinzugewann.
Während der Kipper- und Wipperzeit, einem Zeitraum der wirtschaftlichen Instabilität im Heiligen Römischen Reich, wurden in Brandenburg-Ansbach Münzen in verschiedenen Münzstätten wie Kitzingen, Roth am Sand und Crailsheim geprägt. Diese Periode war durch eine starke Devaluation der Münzen geprägt, was zu einer Vielzahl von Nominalwerten und Materialien führte.
Spätere Herrscher wie Joachim Ernst, Christian Friedrich Karl Alexander und Karl Wilhelm Friedrich prägten ebenfalls Münzen, die oft königliche und heraldische Motive trugen. Besonders hervorzuheben ist die Prägung von Goldmünzen wie dem Falkendukat, der unter Karl Wilhelm Friedrich geprägt wurde.
Nominalwerte, Materialien und Motive:
- Materialien: Gold, Silber, Kupfer
- Nominalwerte: 1 Kreuzer, Gulden, Taler, Falkendukat
- Motive: Porträts von Herrschern, heraldische Symbole, Johannes der Täufer
Die Münzprägung in Brandenburg-Ansbach endete mit dem Übergang des Territoriums an Bayern.